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Herbstwanderung 2015

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Herbstwanderung 2015

Zur alljährlichen Herbstwanderung hatte der TV Ortenberg geladen und abermals eine reizvolle Strecke dafür ausgesucht.

Los ging es bei strahlendem Sonnenschein um 9.30 Uhr am Morgen. Der gut gelaunten Wandergruppe bereitete die erste Etappe keine Probleme, auch, wenn ein steiler Anstieg bis über den Steinbruch zwischen Ortenberg und Eckartsborn führte. Nur die Räder vom Buggy des jüngsten Teilnehmers, der mit knapp zwei Jahren sogar schon das zweite Mal an der Herbstwanderung des TVO teilnahm, die traditionell immer am 3. Oktober stattfindet, blockierten auf dem Schotter, doch mit gemeinsamen Kräften wurde dieses Hemmnis problemlos überwunden. Belohnt wurde die Mühe mit einem prächtigen Ausblick auf die Kernstadt – ein Anblick den man sobald gewiss nicht wieder vergessen würde.

Mit einem kurzen Abstecher an ein verstecktes Gewässer ging es weiter. Die mitgewanderten Kinder entdeckten sogleich den „Schatz im Silbersee“. Nur anders als bei Winnetou handelte es sich dabei nicht etwa um eine Kiste Gold, sondern um ein im Wasser treibendes Surfboard, welches sie nur allzu gern geborgen hätten. Von dem sogenannten Silbersee hatten einige Teilnehmer viel zu berichten – gingen sie in ihrer Jugend dort doch zum Baden. Von Schmunzeln begleitet wurde da die ein oder andere Erinnerung wachgerufen.

Vorbei an prächtigen Pferden und einer Herde Schafe erreichte die Gruppe bald den Zwischenstopp, wo sie mit frisch gebrühtem Kaffee und lecker belegten Brötchen bereits erwartet wurde.

Auch der weitere Weg sollte lehrreich und interessant werden. Es wurden Pilze identifiziert, Spitzmäuse gesichtet und Abdrücke in der Nähe einer Wildschweinsuhle verschiedenen Wildtieren zugeordnet.

Es ging vorbei an riesigen Tulpenbäumen, die hier eher selten anzutreffen sind, da das eigentliche Verbreitungsgebiet dieser Magnoliengewächse im südöstlichen Nordamerika liegt. Während ihrer Blütezeit, die leider bereits 4 Monate zurückliegt, öffnen sich die etwa handgroßen Blüten zunächst becherförmig und in der Folge dann glockenartig. Einige Teilnehmer nahmen sich vor, zu gegebener Zeit zurückzukehren, um sich das einmal anzusehen.

Man erreichte an der Weberlinde die Bonifatiusroute. Diese Linde war einst zu Ehren von Staatsrat und Landesforstmeister Weber gepflanzt worden. Der 1929 verstorbene Weber war unter anderem Urheber der großflächigen Wiederbewaldung ertragloser Hutungen im Vogelsberg, Initiator des Wasserwerkes Inheiden und des Wasserkraftwerkes Lißberg sowie Begründer der Fortschule Schotten, wie eine Tafel der SDW Büdingen Auskunft gibt.

Auf großes Interesse stießen die Waldfenster, ein Projekt von Hessen Forst, deren Zweck es ist, Wanderer auf die besonderen Schätze des Waldes Aufmerksam zu machen, ehe man als letztes Highlight der Wanderung noch auf einen alten Bau stieß, der vermutlich einmal das Domizil eines Dachses gewesen war.

Nach 9,4 Kilometern erreichte die Gruppe wieder ihren Ausgangspunkt und genoss bei Grillhaxe oder Rippchen mit Kraut noch lange das gesellige Beisammensein.

Seit Jahren bietet der TVO seinen Mitgliedern aber auch Gästen immer wieder Wanderungen in die nähere Umgebung an und führt dabei in entlegene Winkel, die man sein Jahren nicht – oder eben noch nie – gesehen hat. Ein Erlebnis, das bei Jung und Alt Anklang findet.

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